Rezensionen

Set on you (Amy Lea)

Zum Inhalt

Nach einer Trennung findet Plus-size-Fitness-Influencerin Crystal Chen Trost im Gym, ihrem persönlichen Kraftort – bis Feuerwehrmann Scott Ritchie auftaucht und regelmäßig Crystals liebste Fitnessgeräte blockiert. Bald fliegen ordentlich die Funken. Doch während die beiden sich im Gym um die Vorherrschaft batteln, bringt sie ausgerechnet die Verlobungsfeier ihrer Großeltern auch außerhalb des Fitnessstudios zusammen. Und Crystal muss feststellen, dass sich unter Scotts durchtrainiertem Äußeren ein weiches Herz verbirgt. Könnten sie am Ende füreinander sein, was beide bisher vergeblich gesucht haben? Als dann aber ein Foto von Crystal und Scott viral geht, wird der Hass im Internet zur Zerreißprobe für ihre aufkeimende Liebe … (Zitat Klappentext)

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Meine Meinung

Der Klappentext hat mich direkt überzeugt, hier liegt aber direkt mein erster Kritikpunkt. Denn eine Sache, die darin genannt wird, findet erst ganz zum Schluss in der Geschichte statt. Das hat bei mir völlig falsche Erwartungen geschürt, die dann natürlich nicht getroffen wurden. Im englischen Original ist übrigens derselbe Klappentext abgedruckt.

Leider war mir Protagonistin Crystal nicht sympathisch und ich konnte mich mit ihr auch nicht identifizieren. Ich kann es nicht richtig erklären, aber ich hatte einfach keinen Draht zu ihr und konnte ihre Handlungen nicht nachvollziehen. Ihre durch sie öfter beschriebene Introvertiertheit habe ich ihr nicht ganz abgenommen, dafür wirkte sie in den meisten Situationen einfach zu offen und selbstbewusst. Was ich aber mochte war, dass sie sich selbst ernst nimmt und aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen in ihrer letzten Beziehung nicht überstürzt etwas mit Scott anfängt. Dieses selbstrefkletierte Verhalten hat mir imponiert.

Scott habe ich augenblicklich in mein Herz geschlossen. Er ist super lieb, aufrichtig und scheint Crystal ohne Kompromisse zu lieben. Er erwähnt nie ihren Körper, als wäre es ihm egal, dass sie eben nicht dem klassischen Schönheitsideal entspricht, sondern liebt sie so, wie sie ist.

Die Dynamik zwischen den beiden mochte ich. Allerdings konnte ich Crystals Reaktionen auf ein Ereignis am Ende des Buchs nur zum Teil nachvollziehen. Hier war ich voll auf Scotts Seite, denn in einer Beziehung sind beide Partner ein Team und sollten sich gegenseitig unterstützen (dürfen).

Der Schreibstil ist super, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Den Humor und die sarkastischen Bemerkungen und Dialoge, vor allem zwischen Crystal und Scott, habe ich gefeiert. Ich habe nicht alle popkulturellen Anspielungen verstanden, aber musste schmunzeln bei der Erwähnung des legendären Handschlags in „Ein Zwilling kommt selten allein“, ich habe den Film als Kind geliebt. Auch mit den zahlreichen Begriffen für die Fitness-Übungen und Sportgeräte konnte ich nicht viel anfangen, das ist keine Wertung, es ist mir nur aufgefallen.

„Das stimmt. Du willst mich nicht unleidlich erleben.“
„Ist das nicht dein natürlicher Zustand?“

Zitat Seite 155

Ich liebe die Anmerkung der Autorin gleich zu Beginn des Buches, in der sie nicht nur eine Triggerwarnung ausspricht, sondern auch auf ihre Inspiration zu Crystal eingeht und ihre Gedanken zu den Themen Selbstliebe und Bodypositivity äußert.

Witzigerweise habe ich Band 2 der Reihe auf Englisch zuhause, in dem es um Crystals Schwester Tara geht. Auf das Buch bin ich echt gespannt, denn Tara ist Bookstagrammerin.

Fazit

Die Message des Romans ist wichtig und es war schön, diese gemeinsam mit der Protagonistin zu erarbeiten. Allerdings war Crystals Verhalten auf dem Weg nicht immer nachvollziehbar.


Allgemeines zum Buch

Autor: Amy Lea
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 01.09.2023
Seiten: 400
Genre: Zeitgenössischer Liebesroman
Einzelband
Meine Bewertung: 3/5 Sterne
Jahreszeit/Handlungsort: Sommer in Boston, USA

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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