Rezensionen

Insight – Dein Leben gehört mir (Antonia Wesseling)

Zum Inhalt

Valerie Sophie ist eine der größten Influencerinnen Deutschlands, jung, schön, reich und unglaublich beliebt. Dass sie dafür einige Abgründe überwunden und eine schwierige Vergangenheit hinter sich gelassen hat, weiß kaum jemand – und das soll auch so bleiben. Als ein Stalker in ihr Leben tritt, der droht, ihr »kleines Geheimnis« zu verraten, gerät ihre Welt ins Wanken. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an Paul, einen ehemaligen Mitschüler, der inzwischen Polizist ist und verspricht, ihr zu helfen. Dabei kommen sie sich unerwartet nahe. Was Paul allerdings nicht ahnt, ist, dass auch er nur einen Teil der Geschichte kennt … (Zitat Klappentext)

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Meine Meinung

Ich liebe Liebesgeschichten, die einen gewissen Spannungsanteil haben und deshalb war ich extrem neugierig auf „Insight“. Der Schreibstil war angenehm, aber die Geschichte für mich nicht rund. Protagonistin Valerie erschien mir sehr wankelmütig und ich konnte ihre Entscheidungen und Handlungen selten nachvollziehen. Schade fand ich, dass ihre ständigen Schwindelanfälle nicht wirklich aufgeklärt wurden, ich hatte dazu einige Ideen zur Ursache.

Ich kann mich in meiner Rezension nur vage halten, da ich niemanden spoilern möchte.

Beim Lesen habe ich ständig Theorien aufgestellt, besonders auf einen Charakter hatte ich mich festgelegt. Ich habe mich getäuscht und von der Autorin hinters Licht führen lassen, das hat mir gut gefallen. Denn tatsächlich hätte ich diesen Ausgang nicht erwartet. Ich musste das Gelesene auch erst mal sacken lassen, denn anfangs mochte ich das Ende überhaupt nicht. Zum einen fand ich es schade, dass die ganze Zeit über ein solches Aufheben um Valeries großes Geheimnis aus ihrer Vergangenheit gemacht wurde und dann wurde es nur in einem Satz erwähnt und spielte keine Rolle mehr. Dann war mir die Eskalation am Ende in ihrer Wohnung too much und wirkte nicht rund, weil Valerie hier einfach so schnell und wiederholt ihre Meinung ändert, wie auch schon im gesamten Buch.

Ich konnte Valerie dadurch nicht ernst nehmen. Ich habe nicht verstanden, warum sie immer wieder betont, wie wichtig ihr ihre Marke und ihr ganzer Job ist, andererseits aber dann einfach gar nichts mehr macht, als nach und nach Sachen über sie bekannt werden. Klar fühlt sie sich ausgeliefert, aber sie hat einfach gar nichts zu ihrer Verteidigung getan.

Das allerletzte Kapitel hat mir erst so gar nicht gefallen, obwohl ich es genial fand, dass die Autorin es geschafft hat, mich als Leserin so lange auf eine falsche Fährte zu führen. Aber Valeries Umgang damit fand ich einfach unmöglich und unpassend. Als ich dann aber eine Weile darüber nachgedacht habe, muss ich sagen, dass es irgendwie zu dem Bild der Scheinwelt Social Media passt, das die Autorin durch diese Geschichte gezeichnet hat. Valerie hat sich ihr Leben so erschaffen, wie sie es wollte. Sie zeigt sich der Welt so, wie sie gesehen werden will. Genau das verdeutlichen die letzten Worte, mit denen das Buch abschließt. Und das regt zum Nachdenken an. Ich bin mir sicher, dass dieser Schein, dem Valerie verkörpert, eine Kritik an der Oberflächlichkeit von Social Media sein soll, aber irgendwie war mir die Geschichte nicht rund. Es wird mich bestimmt auch noch eine Weile beschäftigen.

Fazit

Für mich leider nicht ganz rund, aber es regt sehr zum Nachdenken an. Die Geschichte hatte enorm viel Potential, welches meiner Meinung nach nicht voll ausgeschöpft wurde. Charaktere tauchten irgendwann gar nicht mehr auf, es wurden Dinge nur angerissen, aus denen man wunderbar mehr hätte machen können. Große Geheimnisse wurden zu schwach gelüftet, zu viel blieb für mich nur angedeutet und unbeantwortet.


Allgemeines zum Buch

Autor: Antonia Wesseling
Verlag: Knaur
Erscheinungsdatum: 02.05.2024
Seiten: 425
Genre: Romantic Suspense
Einzelband
Meine Bewertung: 2/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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