2067: Die UN-Station auf dem Mars wird evakuiert. Zurück bleiben nur Hunter Graves, Sprössling des Mega-Konzerns, der für die Besiedelung verantwortlich ist, und Cleo, illegale Einwanderin. Hunter ist gutaussehend, ehrgeizig – und in Cleos Augen ein arrogantes Trustfund-Baby. Doch um zu überleben, müssen sie sich zusammentun. Die Evakuierung war nur eine Ablenkung, und jetzt gilt es, eine Bombe zu entschärfen – und sich nicht zu verlieben … (Zitat Klappentext)
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Meine Meinung
Ich liebe Geschichten, die auf anderen Planeten spielen und dabei real sein könnten. Auch habe ich schon einige Bücher von Amie Kaufman gelesen und geliebt, daher habe ich mich sehr auf „Red Star Rebels“ gefreut. Die optische Gestaltung des Buchss ist detailreich und gefällt mir sehr gut. In der vorderen Klappe gibt es einen Zeitstrahl der Ereignisse der „Weltraum-Eroberung“ bis zum Jahr 2067, in der hinteren Klappe befindet sich ein Lageplan der Mars-Station, in der Cleo und Hunter zurückbleiben. Diesen Plan habe ich mir während des Lesen immer wieder angeschaut, um zu verfolgen, wo sich die Protagonisten gerade aufhalten.
Leider konnte mich „Red Star Rebels“ nicht so ganz überzeugen. Der Schreibstil war wunderbar, flüssig und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Leider wurde aber das Potential, das diese Geschichte bietet, nicht ausgeschöpft, was vermutlich an der Kürze des Buchs lag. Hier hätten es gern 50-100 Seiten mehr sein dürfen, um mehr von dieser futuristischen Welt zu erklären und eine Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Denn man erfährt zwar so einiges über Cleo und Hunter, aber irgendwie konnte ich leider keine richtige Beziehung zu den beiden aufbauen. Auch die Beziehung zwischen den beiden ging mir viel zu schnell. Klar, sie lernen sich unter katastrophalen Umständen kennen und haben nur wenige Stunden Zeit, die Station zu retten. Was mich beim Lesen aber sehr gestört hat: Die beiden sind 17/18 Jahre alt, so verhalten sie sich aber nicht wirklich, sie hätten locker schon Mitte zwanzig sein können, dann hätte alles irgendwie besser gepasst.
Ich habe auch nicht verstanden, warum Hunter Cleo so viel anvertraut, da sie sich doch eben erst kennengelernt haben. Und bis dahin hat er alles mit sich selbst ausgemacht, aber Cleo erzählt er von seinen tiefsten Gedanken.
Auch gab es im Buch einige kleine Dinge, die für mich keinen Sinn ergeben haben. Beispielsweise fragte ich mich in einer Situation, wie denn so schnell der Stoff einreißen konnte. (Ich möchte hier vage bleiben, um nicht zu spoilern.) Die technische Entwicklung ist so weit fortgeschritten, aber ein kleiner Kontakt mit einem Stein und schon ist das Leben in Gefahr?
Ich kann mir vorstellen, dass das Buch jüngeren LeserInnenn sehr gut gefällt und auch Science Fiction-EinsteigerInnenn. Ich habe vermutlich schon zu viel in dem Genre gelesen und es war nichts so richtig „Neues“ in der Geschichte. Der Plottwist war gut, darauf bin ich nicht gekommen. Nichtsdestotrotz hatte ich Spaß beim Lesen.
Fazit
Für jüngere LeserInnen oder Science Fiction-EinsteigerInnen sehr zu empfehlen. Mir persönlich war es aber zu kurz, ich hätte gern mehr über diese futuristische Welt erfahren. Das Ende lässt auf einen weiteren Band hoffen.
Allgemeines zum Buch
Autor: Amie Kaufman
Verlag: Knaur TB
Erscheinungsdatum: 01.07.2026
Seiten: 320
Genre: Science Fiction
Einzelband
Meine Bewertung: 3/5 Sterne
Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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