Zum Inhalt
Wilbur hätte nicht gedacht, dass er Agnes Bagdale noch einmal begegnen würde. Als Kind war der Buchladen der alten Dame in Sheffield sein Zufluchtsort, nicht nur wegen seiner geliebten Bücher. Bei Bagdale’s Bookshop konnte er die Probleme zu Hause einen Moment vergessen. Und dort begann seine eigene Laufbahn als Buchhändler. Jetzt, Jahrzehnte später, ist Wilbur erfolgreich, einsam und am Ende seines Lebens angekommen. Doch statt dem Tod wartet ein rätselhafter Zug auf ihn. Und Agnes. Sie nimmt ihn mit, zurück durch die Zeit, auf eine Reise, die ihn seine bedeutsamsten Momente noch einmal durchleben lässt. Die glücklichsten Momente, wie damals in den Flitterwochen in Venedig mit seiner großen Liebe Maggie. Aber auch die schlimmsten, in denen er alles verlor.
Schon bald begreift er, wie viel er hätte anders machen wollen. (Zitat Klappentext)
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Meine Meinung
Ich durfte dieses Buch als Rezessionsexemplar lesen und war sehr gespannt auf die Geschichte, da mir nur positives von der Mitternachtsbibliothek berichtet wurde. Leider habe ich diese noch nicht gelesen, aber sie befindet sich schon auf meinem SUB. Das Buch beginnt mit der Liebesgeschichte von Wilbur und Maggie. Man ist sofort in der Handlung drin. Träumt denn nicht jeder von einer Hochzeitsreise nach Venedig? Da ich selbst schon in dieser Stadt war, konnte ich den Zauber, den die beiden emfanden, total nachvollziehen. Nach einem Einführungskapitel springt man in die Gegenwart, 52 Jahre später geht es im Buch weiter…und nun beginnt die Reise von Wilbur. Nun zieht Wilburs Leben an uns vorbei und ich hatte so viele Fragen beim Lesen. Was ist mit Maggie? Wie verlief sein Leben? Werden die beiden sich jemals wiedersehen?
„Die Mitternachtsreise“ lässt sich sehr flüssig lesen. Die Geschichte springt mal zwischen Tagen oder Wochen, aber auch mal Jahren hin und her. Aber dies fand ich absolut nicht störend. Es zeigt uns, wie das Leben ist, mal schnell, mal langsam. Es gibt öfters Tage, da denkt man sich, wo ist die Zeit hin? Genau diesen Aspekt spiegelt das Buch wieder. Dieses Buch lässt mich definitiv nachdenklich zurück.
Mein Fazit
„Die Mitternachtsreise“ hat mich im ersten Moment leer zurückgelassen. Dann begann ich darüber nachzudenken, welche Momente in meinem Leben ich man gerne nochmal erleben würde. Die Vorstellung des Mitternachtszuges gefällt mir sehr gut. Ein tröstlicher Gedanke, dass wir am Ende unseres Lebens nochmal alle prägendend Momente sehen. Matt Haig hat dieses Thema mit viel Charme aufgegriffen. Auch wenn man weiß, dass der Mitternachtszug die Reise am Ende des Lebens ist, war ich zu keiner Zeit traurig. Es ist ein wundervoller Roman und bei diesem Buch wird mir wieder bewusst, dass wir manchmal den Blickwinkel ändern und einen neuen Blick auf die wichtigen Dinge des Lebens werfen müssen. Denn was nützen uns ein Sack voller Geld und ein großes Haus, wenn man sein Leben allein verbringt und die wichtigsten Menschen verloren hat. Aus der Geschte lerne ich, Zeit für die wichtigen Dinge im Leben zu nehmen und nicht von einem Termin zum nächsten zu hetzen.
Allgemeines zum Buch
Verlag: Droemer Verlag
Autorin: Matt Haig
Erscheinungsdatum: 21.05.2026
Seiten: 336
Genre: Literary Fiction
Bewertung: 5/5 Sterne

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