Rezensionen

Das Wunder von Bahnsteig 5 (Clare Pooley)

Zum Inhalt

Jeden Morgen nehmen sie denselben Zug nach London, die Passagiere in Wagen 3. Iona, eine Ratgeberkolumnistin und extravagante Erscheinung, hat sich sogar Namen für ihre Mitreisenden ausgedacht: Der-einsame-Teenager, Die-hübsche-Leseratte oder Der-arrogante-Breitbeinige. Als routinierte Pendler wechseln sie kein Wort miteinander. Bis sich der Breitbeinige eines Tages an einer Weintraube verschluckt und womöglich erstickt wäre, hätte ein junger Mann ihn nicht gerettet. Dieser Einsatz des Krankenpflegers Sanjay bewirkt ein Wunder: Die Menschen im Zug beginnen miteinander zu reden. Aus sechs Fremden, die nichts gemeinsam haben als ihren Arbeitsweg, wird eine Gemeinschaft, in der alle füreinander da sind. Denn Hilfe braucht jeder von ihnen … (Zitat Klappentext)

Hier geht’s direkt zum Buch. (genialokal)
Hier geht’s direkt zum Buch. (buecher.de)
Hier geht’s direkt zum Buch. (Thalia)


Meine Meinung

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der Protagonisten erzählt, die sich während ihrer täglichen Zugfahrten kennenlernen. Das hat mir gut gefallen, denn so konnte ich die Gedanken und Handlungen aller besser nachvollziehen. Außerdem war es spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Charaktere sind, was sie aber dennoch verbindet und warum sie so sind wie sie sind.

Die Charaktere sind so einzigartig und besonders, wie ich es bereits aus dem ersten Roman der Autorin, „Montags bei Monica“ kenne. Allen voran Sanjay hat mein Herz erobert. Er ist so liebenswert, aufopferungsvoll und charmant, dass man ihn einfach gernhaben muss.
Auch Iona ist eine echte Type, schillernd und geheimnisvoll. Sie packt die Dinge an und ist nicht auf den Mund gefallen. Ihre Geschichte hat mich an einem bestimmten Punkt sehr überrascht, doch gerade das macht die Geschichten der Autorin aus.

Was mir nicht ganz so gefallen hat, war Sanjays Liebesgeschichte. Um euch nicht zu spoilern, werde ich nicht näher darauf eingehen. Mir ging es nur irgendwann zu schnell und plötzlich.

Der Schreibstil war flüssig und mit vielen schönen Formulierungen.

„… ich sei Zucker und Eier und sie Butter und Mehl, und wenn man uns zusammenrührt, sind wir mehr als die Summe unserer Teile, wir sind die ganze verdammte Torte.“

Zitat Seite 266

„Scheitern ist nur gewiss, wenn man es gar nicht erst versucht, (…) Die Liebe ist das größte Risiko im Leben, aber ein Leben ohne Liebe ist sinnlos.“

Zitat Seite 375

Der Roman macht Mut und zeigt, dass man aufgeschlossen durchs Leben gehen und niemanden nach dem ersten/äußeren Eindruck beurteilen oder gar verurteilen sollte. Freundschaften können mit den unterschiedlichsten Personen entstehen, auch wenn man erst meint, nichts gemeinsam zu haben.

Clare Pooley versteht es hervorragend, Zwischenmenschliches authentisch darzustellen, Schicksale zu verknüpfen, so dass ihre Geschichten wie aus dem Leben gegriffen wirken, mit dem gewissen Funken Besonderheit.

Fazit

Eine herzerwärmende Geschichte mit großartigen Botschaften, die zum Nachdenken anregen.


Allgemeines zum Buch

Autor: Clare Pooley
Verlag: GOLDMANN
Erscheinungsdatum: 17.08.2022
Seiten: 396
Genre: Zeitgenössischer Liebesroman
Einzelband
Meine Bewertung: 4/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

No Comments

    Leave a Reply

    vier + 3 =