Andy's Rezensionen

Das verwunschene Kind (J. K. Rowling)

Direkt nach der damaligen Veröffentlichung habe ich mir das Buch zugelegt, voller Vorfreude in die Hand genommen und kurze Zeit später genervt zugeschlagen. Mir gefiel einfach die Theaterschreibweise nicht, also überhaupt nicht. Erst lag das Buch dann eine Zeit lang bei mir rum, dann hab ich es irgendwann verlieren oder verkauft, ich weiß es nicht mehr.

Nun habe ich vor einigen Tagen mit Ally über das Buch gesprochen und über Ostern hab ich mir ein Herz gefasst und da Ally das Buch hat, hab ich es noch mal zur Hand genommen. Es dauerte nur 1,5 Tage, dann hatte ich die Geschichte gelesen. Mann muss fairer Weise sagen, es ist nicht viel Text.
Die Geschichte an sich ist spannend und macht wirklich Spaß, neue Charaktere kommen prima mit altbekannten Zusammen in Einklang und man erfährt viel Neues über Ron, Hermine und Co.

Wirklich cool ist es, dass die Hauptgeschichte sich sehr mit den Kindern der damaligen Harry Potter-Protagonisten beschäftigt, ohne die damaligen Figuren aus den Augen zu verlieren. Im Text wurden beide Generationen wirklich klasse vereint und es fiel nie schwer, zwischen den unterschiedlichen Erzählsträngen zu wechseln. Die reine Story wären für mich 5 Sterne, aber ich muss auch sagen was mir nicht gefallen hat.

Zum einen wie schon beschrieben die Erzählweise im „Theaterstil“. Ich weiß, es ist ein Stück, das gespielt wird, jedoch mag ich den Stil einfach nicht. Da ist er wieder, der Geschmack. So hat die tolle Geschichte den ersten Stern Abzug bei mir.

[Achtung Spoiler]
Was mich sehr enttäuscht hat war eine Szene, der finale Kampf zwischen Harry und Voldemort‘s Tochter, denn hier hat sich ein exorbitanter Logikfehler eingeschlichen. Solche Dinge stören mich eigentlich nicht, dementsprechend heftig war die Situation auch. Nur kurz angerissen, Harry wird entwaffnet, sein Sohn Albus lenkt Voldemords Tochter ab, welche einen tödlichen Fluch auf ihn schießt. Harry schubst in letzter Sekunde Albus zur Seite. Jetzt kommt es, plötzlich scheint er wie durch ein Wunder seinen Zauberstab wieder zu haben. Denn nun feuert Harry seine Flüche ab, ob und wie er dabei wieder seinen Zauberstab bekommen hat, man weiß es nicht. Sicher, manche Zauberer brauchen keinen Zauberstab, doch Harry sagt selbst im Verlauf des Buches, dass er kein so guter Magier wie manch anderer ist. Dieser Fehler bringt mich dazu, einen weiteren halben Stern abzuziehen.

Fazit

Ein wirklich solides Buch mit einer frischen und packenden Geschichte, die ich nur empfehlen kann. Die Charaktere sind lebendig und gut ausgearbeitet, ich habe sehr mitgefiebert mit jedem einzelnen. Schade, dass die Theatertickets so extrem teuer sind, sonst wären wir definitiv in eine Vorstellung gegangen. Ich sag mal so, ich habe Rammsteintickets, ganz vorn in der „Feuerzone“ und die sind günstiger als ein Ticket in der letzten Reihe, wohlgemerkt bei einem Theaterstück.

Quelle Bild: Mehr BB Entertainment Pressematerial

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