Der Buchclub des englischen Küstendorfs St Tredock ist eine eingeschworene Gemeinschaft: Die Rentnerin Phyllis kennt alle Agatha-Christie-Krimis in- und auswendig, Arthur liest seiner Frau Liebesgeschichten vor, und der schüchterne Teenager Ash flüchtet sich am liebsten in Science-Fiction-Romane. Nova, die neue Leiterin des Buchclubs im Gemeindezentrum, hat alle Hände voll zu tun, die Lesevorlieben unter einen Hut zu bringen. Eines Tages bekommt die bunte Runde unerwarteten Zuwachs: Der geheimnisvolle Michael taucht auf – und verschwindet während eines Treffens genauso plötzlich wieder. Kurz darauf wird seine Mutter tot aufgefunden, und 10.000 Pfund fehlen in der Kasse des Gemeindezentrums. Das schreit nach Verbrechen!, denken die Hobbydetektive des Buchclubs und wittern ihre Chance, ihren bei Miss Marple erlernten Spürsinn einzusetzen, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Denn dass es sich beim Tod von Michaels Mutter nicht um einen Unfall handeln kann, ist schnell klar. Inspiriert von Weisheiten aus ihren liebsten Büchern begeben sich die Buchclubmitglieder auf die Spuren des Verbrechens, immer mit einem guten Schuss britischem Humor im Gepäck. (Zitat Klappentext)
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Meine Meinung
Nachdem ich letztes Jahr „Ms Darling und ihre Nachbarn“ von Freya Sampson gelesen und geliebt habe (Rezension hier), wusste ich, dass ich mehr von der Autorin lesen möchte. „Mord ohne Vorwort“ hat mich vom Cover bis zum Klappentext angesprochen und neugierig gemacht, so dass ich voller Vorfreude in die Geschichte eingetaucht bin.
Freya Sampson hat es auch in diesem Roman wieder geschafft, lebendige, einzigartige Charaktere zu erschaffen, die man ins Herz schließt oder die man so gar nicht leiden kann, mit denen man mitfiebert, hofft und bangt. Charaktere, die im Laufe der Handlung wachsen, die zu sich selbst finden und nebenbei auch noch einen Kriminalfall lösen. Wir begleiten eine Gruppe Fremder, die zu Verbündeten werden, zu Freunden. Das liebe ich so an den Geschichten der Autorin. Sie führt uns vor Augen, dass man nicht direkt vom ersten Eindruck ausgehen und sich gegenseitig unterstützen sollte.
Was hat mich Freya Sampson in diesem Roman an der Nase herumgeführt. In der zweiten Hälfte gab es einen Plot Twist nach dem anderen. Einige Enthüllungen habe ich so kommen sehen, andere haben mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Gestaltete sich die erste Hälfte noch langsam, so konnte ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen und habe die letzten 150 Seiten am Stück verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Da es im Roman um einen Buchclub geht, gibt es viele Anspielungen zu Büchern und AutorInnen, was für uns Buchliebhaber natürlich ein absoluter Bonus ist. Auch verdeutlicht die Autorin damit wunderbar, dass Bücher nicht nur der Unterhaltung dienen sondern dass wir aus ihnen lernen und vor allem, dass Bücher auch eine Fluchtmöglichkeit sind. Flucht aus dem Alltag, aber auch aus der Trauer.
Es gab Szenen, da musste ich mit den Tränen kämpfen. In anderen wurde ich wütend und war schockiert. Nur wenige Seiten später habe ich über die Dialoge der Charaktere gelacht. Ich kenne kaum einen Autor/eine Autorin, der/die es schafft, so viele Emotionen innerhalb einer Geschichte und sogar innerhalb weniger Seiten auszulösen.
Fazit
Lebendige, einzigartige Charaktere. Wundervoller Schreibstil. Spannung. Emotionen. Wichtige Botschaften. Wie muss ich euch noch überzeugen, dieses Buch zu lesen?
Allgemeines zum Buch
Autor: Freya Sampson
Verlag: DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum: 14.07.2026
Seiten: 384
Genre: Roman/Krimi
Einzelband
Meine Bewertung: 4,5/5 Sterne
Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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