Andy's

Einmal Prinzessin und zurück – Cindy aus Marzahn TV-Aufzeichnung 

Als Cindy aus Marzahn damals die Perücke an den Nagel gehangen hatte, wusste niemand, dass sie tatsächlich wieder zurück kommen würde. Nun war es also so weit im Steintorvariet in Halle / Saale, sogar als TV-Aufzeichnung durch RTL. Ich war zwar schon bei einigen Komikern, aber noch nie bei einer TV-Produktion. Etwas irritierend war für mich, dass man ja nicht wenig Geld für eine Eintrittskarte bezahlen musste, aber damit zusätzlich sämtliche Handlungsfreiheit an RTL abzuheben hatte. Penibel wurde darauf geachtet, dass die Plätze so belegt waren, dass man keine leeren Stühle sah. Sämtliche Getränke oder Essen war verboten und vorab bei einem Briefing wurde deutlich gemacht, dass man während der Aufzeichnung doch bitte nicht auf Toilette zu gehen hatte. Die Worte wahren freundlich gewählt, doch sagten eher: „Wer hier aufs Klo muss, rennt durch die Kameras und man sieht einen leeren Platz, das sieht scheiße aus, wer das macht ist also schuld daran, dass die ganze Aufzeichnung schlecht wird“, das erzeugte bei mir eine unangenehme Grundstimmung. Ich hatte Geld dafür bezahlt, Cindy zu sehen und einen schönen Abend zu haben und jetzt war man hier mit Regeln und Forderungen konfrontiert und sollte machen, was verlangt wurde.

Es gab dann noch weitere Anweisungen, zum Beispiel wenn die Kameramänner auf einen direkt zeigten, sollte man keinesfalls in die Kamera schauen und man könnte dann ja gern ganz genau zeigen wie lustig doch alles sei. Genau das gleiche wurde allen im Briefing gesagt, daas man gern sehr lachen, klatschen und mitfiebern kann, schließlich sieht das ja dann im Fernsehen ganz toll aus. Es wurde also eine Show inszeniert, ob es einem wirklich gefiel, spielte keine Rolle, man sollte so wirken, Hauptsache für die Kamera sieht alles gut aus. Da erlebt man direkt am eigenen Leib die verlogene Art vieler privater Fernsehsender, da sollte keine echte Veranstaltung eingefangen werden, nein, es sollte möglichst perfekt inszeniert sein und dafür durfte man dann wie gesagt auch noch Geld bezahlen, meine Laune war im Keller.

Ally und ich hatten gute Plätze, Oberrang ganz vorn direkter Blick auf die Bühne. Bevor es los ging kam Cindy raus und unterhielt sich gut 15 Minuten mit dem Puplikum, locker, entspannt. Das war ihre Art der Zugabe, sie schenkte dem Puplikum Aufmerksamkeit, eine tolle Geste. Als die Show dann richtig begann, merkte ich ziemlich schnell, dass ich einen großen Teil der Geschichten bereits kannte, denn als treuer Hörer des Podcasts „Uns fragt ja keiner“, in dem sie bereits jede der Geschichten erzählt hatte, war für mich der Überrasschungeffekt dahin. Die Show an sich war gut, Cindy war nahbar und charismatisch, ohne jegliche Berührungsangst. Meiner Frau, welche nicht alle Witze nicht kannte, gefiel es unglaublich gut, beim ersten Hören war es für mich ja auch sehr lustig gewesen. 

Grundsätzliche war der Abend gelungen und Cindy hinterließ einen extrem guten Eindruck, was man über RTL und das Aufzeichnungsteam vor Ort nicht sagen konnte.

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