429 Tage, 27.000 Kilometer verteilt auf 456 Kilometer schwimmen, 21.000 Kilometer Fahrrad fahren und 5.060 Kilometer laufen. Mehr als viele Menschen im ganzen Leben zurücklegen, für Jonas Deichmann ein Projekt. Im Triathlon eroberte er die Welt, schwimmt zuerst durch die Adria, danach radelt er von Dubrovnik bis nach Wladiwostock nur um im Anschluss durch Mexiko zu laufen, in sagenhaften 120 Marathons. Und das alles in rund 14 Monaten, allein diese Zahlen sind beeindruckend.
Für mich als interessierten Ausdauersportler war Deichmann vorher schon ein Begriff, denn es war nicht sein erstes unmenschliches Projekt, um so mehr freute ich mich, als ich das Buch in die Hand bekam. Jeden Abend im Bett nahm mich Deichmann mit auf diese unglaubliche Reise, voller körperlicher Qualen und wunderbaren menschlichen Begegnungen. Grade seine Zeit in Mexiko ist begleitet von extremer Nächstenliebe und Gastfreundschaft vom welcher er im Buch anschaulich erzählt.
Sicher es ist handwerklich kein atemberaubender fesselnder Text, eher solide. Doch die bildlich beschriebene Etappen und Erlebnisse, die kalten Nächte im Zelt irgendwo im Nirgendwo werden so lebendig erzählt, dass ich selbst Sorgen um meine Zehen hatte. „Das Limit bin nur ich“ ist bei Deichmann kein Kalenderspruch sondern gelebtes Motto. Interessant ist das Buch für jeden Sportingeressierten oder Menschen, die gern fesselnde Reiseberichte lesen.
Für mich als Läufer ein inspirierendes und motivierendes Buch. Ein Stern Abzug aufgrund des Schreibstils, da Deichmann Sportler und kein Autor ist, sei es ihm verziehen.
Fazit: 4/5 Sternen
Quelle Titelbild: www.jonasdeichmann-film.com

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