Rezensionen

A Place to Shine – Cherry Hill Band 4 (Lilly Lucas)

Zum Inhalt

Poppy McCarthy ist bekannt dafür, sich immer wieder in kuriose Situationen zu bringen. So auch eines Nachts, als sie Country-Star Trace Bradley bei einem Autounfall Erste Hilfe leistet und für seine Freundin gehalten wird. Dabei kann sie Trace nicht ausstehen, seit der vor fünf Jahren einen Hit über einen Kuss zwischen ihnen geschrieben hat. Die Nachricht breitet sich schnell aus, und Poppy und Trace geraten durch die aufdringliche Presse in Bedrängnis. Trace’ Manager entwickelt eilig eine Story für die Medien, mit der sie den Trubel für sich nutzen können: Trace und seine Jugendliebe Poppy haben endlich zueinander gefunden. Jetzt müssen sie nur noch so tun, als wären sie verliebt … (Zitat Klappentext)

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Meine Meinung

Endlich geht es zurück nach Cherry Hill! Die Rückkehr ist aber direkt mit Wehmut verbunden, denn nach diesem Buch ist die Reihe abgeschlossen. Ich werde es so sehr vermissen!

Leider muss ich auch gleich zu Beginn sagen, dass mich viele Dinge im Buch gestört haben und es für mich deshalb kein würdiger Reihenabschluss war. Das tut mir so leid und im Herzen weh, aber ich möchte euch meine ehrliche Meinung sagen und das eben auch, wenn mich ein Buch nicht überzeugen konnte. Wenn das bei einer Lieblingsreihe passiert, ist es einfach nur schrecklich. Kommen wir nun aber zu den Dingen, weswegen mir Poppys Geschichte nicht gefallen hat:

Ich liebe Fake Dating-Geschichten, aber hier war es mir zu wenig. Bis auf die wenigen Social Media Posts und dem einen Treffen im Grill gab es nichts.

Trace Musikerleben war nicht existent. Ich verstehe, dass er aufgrund seiner Verletzungen weder auf Tour gehen noch Songs schreiben oder proben konnte, aber man merkt nichts davon, dass er ein bekannter Country-Sänger ist. Es gibt keine Fan-Geschichten, keine Paparazzi, kaum Termine mit dem Label. Die Vereinbarungen mit den Paparazzi, waren mir einfach zu unglaubwürdig.

Poppy sagt grade heraus ihre Meinung, was mir an sich gefällt. Sie wirkt aber auch unglaublich sprunghaft und unreif, sie war mir einfach unsympathisch. Scheinbar hat sie während der Handlung viel Zeit, gefühlt lebt sie in Tag hinein, beschwert sich aber gleichzeitig, dass ihre Baumhäuser nicht gebucht werden. Das habe ich nicht verstanden, sie hätte doch ihre Zeit intensiv für Werbung oder diesen Hotel-Verband nutzen können.

Trace mag ich, aber er hätte einfach mal eher was sagen sollen. Warum hat er nicht direkt nach dem ersten Kuss auf dem Parkplatz mit Poppy reden können?

Meine größte Schwierigkeit mit der Geschichte war, dass ich nicht verstanden habe, was Poppy für ein Problem mit den Songs hat. Trace hat „Small Town Love“ aus Liebe zu ihr geschrieben, nicht um sie bloß zu stellen. Dass Poppy das nicht versteht, nicht einmal versucht es zu verstehen oder auch nur darüber nachdenkt, zeigt ihre Unreife für mich sehr gut. In dem Zusammenhang war mir auch der Trope Enemies to lovers, den ich eigentlich liebe, zu unrealistisch. Die Dialoge waren witzig, aber ich habe einfach Poppys Groll auf Trace nicht nachvollziehen können.

Das Ende kam mir viel zu zu plötzlich. Es schien alles gut und dann noch diese Sache mit dem Song (siehe hierzu weiter unten). Dann vergehen vier Monate und plötzlich ist alles gut? Trace und Poppy haben nur wenige Wochen miteinander verbracht und währenddessen auch nichts wirklich erlebt oder viel miteinander gesprochen. Dann eben die monatelange Pause. Das war mir als Grundlage für ihre Liebe nicht nachvollziehbar.

Insgesamt war die Handlung für mich nicht rund, sie wirkte zu konstruiert, es kam einfach kein Cherry Hill-Gefühl auf, vom Herbst merkte man fast nichts, es hatte keine Herbst-Vibes, obwohl das Wetter diesen Sommer 2023 in Deutschland perfekt zum Buch passte, vieles war mir einfach zu oberflächlich. Es lies sich gewohnt wunderbar lesen, wirkte aber unausgereift.

Achtung Spoiler!
Den zweiten Song von Trace über Poppy mochte ich so sehr! Dass er ihn einfach in die Schublade legt und ausgerechnet Hannah ihn dann singt, erschien mir zu unglaubwürdig.
Außerdem ist für mich der größte Kritikpunkt an der Beziehung zwischen Poppy und Trace, dass Trace seinen großen Hit für Poppy aufgibt. Er gibt quasi für sie seine Karriere auf, das sollte keine Beziehungsgrundlage sein.

Fazit

Es tut mir im Herzen weh, dass das Buch kein zufriedenstellendes Ende der Reihe für mich ist. Ich liebe die Cherry Hill-Romane und werde die Obstfarm und die Familie McCarthy so unglaublich vermissen! Aber das Buch hatte für mich leider einfach zu viele Dinge, die mir negativ aufgefallen sind.


Allgemeines zum Buch

Autor: Lilly Lucas
Verlag: Droemer Knaur
Erscheinungsdatum: 01.08.2023
Seiten: 375
Genre: Young Adult (LGBTQIA+, Girl-Girl-Romance)
Einzelband
Meine Bewertung: 2/5 Sterne

Unbezahlte Werbung, da es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, das mir vom Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank dafür!

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