Inhalt des Buches
»Das unsichtbare Leben der Addie LaRue« ist ein großer historischer Fantasy-Roman, eine bittersüße Liebesgeschichte – und eine Hommage an die Kunst und die Inspiration. Addie LaRue ist die Frau, an die sich niemand erinnert. Die unbekannte Muse auf den Bildern Alter Meister. Die namenlose Schönheit in den Sonetten der Dichter. Dreihundert Jahre lang reist sie durch die europäische Kulturgeschichte – und bleibt dabei doch stets allein. Seit sie im Jahre 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, ist sie dazu verdammt, ein ruheloses Leben ohne Freunde oder Familie zu führen und als anonyme Frau die Großstädte zu durchstreifen. Bis sie dreihundert Jahre später in einem alten, versteckten Antiquariat in New York einen jungen Mann trifft, der sie wiedererkennt. Und sich in sie verliebt. (Zitat Klappentext)
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Meine Meinung
Das unsichtbare Leben der Addie LaRue war unser Januarbuch im Buchclub. Knapp 600 Seiten in vier Wochen zu lesen, ist für mich mit Vollzeitjob und Kind eine Herausforderung. Aber dennoch hat mich die Geschichte von Addie interessiert. Ich konnte mich sofort in die Lage von Addie versetzen, dass sie nicht zwangsverheiratet werden möchte. Man merkte schon in den ersten Seiten was für ein Freigeist sie ist. Ich musste mich aber leider durch die ersten 200 Seiten ein wenig durchzwingen, da es meiner Meinung nach sehr langamtmig begonnen hat. Trotzdem mochte ich die Geschichte, vorallem was Addie in den Jahren und den Orten, die sie bereist, erlebte. Die Kapitel sind immer wieder aus unterschiedlichen Epochen erzählt, die Zeitsprünge zwischen dem 18. Und 21. Jahrhundert haben mich dabei überhaupt nicht gestört.
Ein Mitglied unseres Buchclubes fand, dass das Buch sehr traurig war. Diese Meinung kann ich nur bedingt teilen. Man spürt sofort beim Lesen, dass die Zeiten schwer für Frauen waren. Dies beschreibt Addie bei der Erzählung ihrer Geschichte sehr gut. Aber ich empfand dies alles andere als traurig. Sondern mutig und beeindruckend, wie sie sich durch die Tage, Wochen und Jahre kämpfte. Bei der Auswertung im Buchclub haben wir uns die Frage gestellt, ob es in der heutigen Zeit möglich wäre, durchs Leben zu gehen ohne Spuren zu hinterlassen. Wir stellten uns das teilweise auch lustig vor, einfach so in Restaurants oder Läden zu gehen, wieder raus zu spazieren und keiner weiß, dass man da war. Tatsächlich stellte ich mir auch beim Lesen immer wieder die Frage wie man sich fühlt, wenn keiner sich erinnert.
Nicht so gefallen hat mir, dass Addie in Situationen, in denen es brenzlig wurde, immer von Luc gerettet wurde. Man erfährt nicht so richtig was in „kurz vor knapp“ Situationen passiert wäre, weil der Moment dann viel zu schnell vorbei ist. Was ich auch schade fand, dass es immer nur ganz kurz erwähnt wird, wenn sie berühmte Persönlichkeiten trifft. Da hätte ich mir mehr Ausführung gewünscht.
Mein Fazit
Auch wenn ich das erste Drittel sehr ausschweifend fand, würde ich dieses Buch immer wieder empfehlen. Man kann sich richtig in das Leben von Addie LaRue hineinträumen. Immer wieder stellte ich mir beim Lesen die Frage ob es Addie LaRue wirklich gab. In allem was sie tut, fühlt sie sich so real an. Es ist eine schöne Geschichte, in der es um die Angst des Vergessens geht und darum, was einen Menschen überhaupt ausmacht, was er auf der Welt hinterlassen kann, wenn sich keiner an ihn erinnert. Das Ende lässt so viele Möglichkeiten offen wie es weiter gehen könnte. Ich würde mir hier tatsächlich eine Fortsetzung wünschen.
Allgemeines zum Buch
Autor: V. E. Schwab
Verlag: Fischer Tor
Erscheinungsdatum: 28.06.2023
Seiten: 592
Einzelband
Genre: Adult Fantasy
Meine Bewertung: 4/5

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